Füchse Duisburg sind nach dramatischem Sieg zurück in der Serie

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Der Eishockey-Oberligist Füchse Duisburg ist „zurück“ in der Playoff-Viertelfinalserie 2017. Vor 1826 Zuschauern siegte der EVD am gestrigen Dienstagabend hochdramatisch mit 5:4 nach Overtime in der heimischen SCANIA-Arena gegen die ERC Bulls Sonthofen und verkürzte die Serie auf 1:2. Alle Konzentration der Füchse liegt nun auf Freitagabend: dann steigt das 4. Spiel der Serie in Sonthofen. Spielbeginn in der Eissporthalle an der Hindelanger Straße ist um 20.00 Uhr. Der EVD wird alles daran setzen, sich durch einen Auswärtssieg das Heimrecht zum 5. und entscheidenden Spiel der Serie in Duisburg am Sonntag zu sichern. Das Füchse-Team macht sich bereits am Donnerstag auf den Weg in den Allgäu. Mit von der Partie am Freitagabend wird auch wieder der EVD-Stürmer Cornelius Krämer sein, der nach seiner Matchstrafe aus dem ersten Spiel gegen Sonthofen für drei Spiele, davon eins auf Bewährung, gesperrt worden ist.

Keinen guten Start hatten die Füchse im 1. Drittel. Wie schon im 1. Heimspiel gegen Sonthofen gerieten die Füchse mit 0:1 in Rückstand. Man konnte den EVD-Spielern der Füchse aber ansehen, dass sie diese Serie nicht ohne weiteres „herschenken“ wollten. Patrick Klöpper erzielte dann auch den verdienten Ausgleich in der 5. Minute. Die Füchse standen gut und ließen die Sonthofener nicht zur Ruhe kommen. Folgerichtig konnten die Füchse durch Lois Spitzner das 2:1 erzielen. Sonthofen war mit diesem Drittelergebnis noch gut bedient.

Im 2. Drittel machten die Füchse da weiter, wo sie im Anfangsdrittel aufhörten. Der wieder im Kader stehende Norman Martens erhöhte gleich zu Beginn auf 3:1. Nur Gäste-Goalie Glatzel vermied mit mehreren Saves eine höhere Führung für die Füchse. So ging es mit 3:1 in die 2. Pause. „In den ersten vierzig Minuten haben wir stark gespielt, aber zu wenig Kapital aus unseren Chancen geschlagen”, so Füchse Trainer Reemt Pyka zusammenfassend zu den ersten beiden Spielabschnitten.

Das letzte Drittel hatte es dann in sich. Nach nur 45 Sekunden verkürzten die Sonthofener durch einen abgefälschten Schuss auf 2:3. Als dann gar zwei Minuten später nach einem eklatanten Abspielfehler das 3:3 fiel, schien das Spiel zu kippen. Absolut verunsichert agierten die Füchse fortan. Die in den ersten vierzig Minuten hart erarbeitete Führung wurde völlig unnötig verspielt. Als dann sechs Minuten vor Schluss die Führung für Sonthofen auf der Anzeigetafel stand, gab keiner mehr einen Pfifferling auf die Füchse. Der EVD versuchte aber weiter alles. Die Sonthofener konnten die wütenden Angriffe nur durch Fouls stoppen. So konnten die Füchse die letzten zwei Minuten in einer 5:3-Überzahlsituation spielen. Füchse-Trainer Reemt Pyka nahm sodann noch den Torwart raus und mit dem 6. Mann auf dem Eis schafften die Füchse endlich den viel umjubelten Ausgleich durch Raphael Joly. Die SCANIA-Arena stand Kopf.

In den ersten drei Minuten der sich anschließenden Overtime spielten die Füchse wieder in Überzahl. Lars Grözinger gelang in dieser Drangphase der verdiente Siegtreffer. Die Fans waren außer Rand und Band. „Die Spieler haben vierzig Minuten unsere Vorgaben hervorragend umgesetzt. Durch individuelle Fehler haben wir Sonthofen wieder Luft eingehaucht. Dass wir das Spiel noch nach dem Rückstand gedreht haben, spricht für die Moral der Mannschaft. Die Jungs werden alles daran setzen und alles in die Waagschale werfen, um die Serie noch zu drehen”, so Reemt Pyka nach der Begegnung.

Füchse Duisburg – ERC Bulls Sonthofen 5:4 OT (2:1; 1:0; 1:3; 1:0)

Tore:
1. Minute – 0:1 Kronawitter
5. Minute – 1:1 Patrick Klöpper
15. Minute – 2:1 Lois Spitzner
21. Minute – Norman Martens
40. Minute – Messing
42. Minute – Kronawitter
53. Minute – Hadraschek
60. Minute – Raphael Joly
63. Minute – Lars Grözinger

Zuschauer: 1826

Aufstellung Füchse: Justin Schrörs (Lucas Di Berardo) – Manuel Neumann, Yannis Walch, Dominik Ochmann, Finn Walkowiak, Mike Schmitz, Tom Schmitz – Raphael Joly, Lars Grözinger, André Huebscher, Viktor Beck, Norman Martens, Björn Barta, Jari Neugebauer, Patrick Klöpper, Lois Spitzner, Lukas Koziol, Jakub Wiecki, Philip Kuhnekath